Bei Umbauarbeiten oder beim Abbau alter Wege bleiben häufig einzelne Ziegel, Pflastersteine oder Fliesen übrig, die für das ursprüngliche Projekt nicht mehr gebraucht werden. Anstatt diese Reste zu entsorgen, lassen sie sich im Garten als Trittsteine wiederverwenden und ersparen so den Kauf neuer Materialien für einen kleinen Weg.
Für einen einfachen Trittweg wird zunächst die gewünschte Strecke abgesteckt, etwa vom Gartentor bis zum Kompost oder zur Terrasse. An jeder Stelle, an der ein Stein liegen soll, wird eine flache Mulde ausgehoben, die etwas größer als der Stein selbst ist, damit dieser später stabil und eben liegt.
Unterschiedliche Materialien lassen sich gut kombinieren Ziegel, Pflastersteine und Fliesen unterscheiden sich oft in Form und Dicke, was für einen gepflasterten Weg ungeeignet wäre, sich für lose Trittsteine aber kaum bemerkbar macht. Wichtig ist vor allem, dass jeder Stein fest und ohne Wackeln liegt, damit beim Betreten keine Stolpergefahr entsteht.
Eine dünne Schicht Sand unter jedem Stein hilft dabei, kleine Unebenheiten im Boden auszugleichen und den Stein gleichmäßig zu betten. Nach starkem Regen sollte kurz nachgeprüft werden, ob sich ein Stein verschoben hat, da der Untergrund gerade in der ersten Zeit noch etwas nachgeben kann.
So entsteht aus übrig gebliebenem Material ein nützlicher und langlebiger Weg, der sonst ungenutzte Reste sinnvoll verwertet, statt sie einfach zu entsorgen. Der Garten gewinnt dabei gleichzeitig an praktischer Struktur.
Wer noch zusätzliche Reste übrig hat, kann diese auch als Randbegrenzung für ein Beet verwenden, indem die Steine hochkant nebeneinander in die Erde gesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich gleich mehrere kleine Projekte im Garten mit demselben übrig gebliebenen Material umsetzen, ohne dass dafür etwas Neues gekauft werden muss. Mit der Zeit verwittern die Steine zusätzlich auf eine Weise, die dem Garten ein gewachsenes und natürliches Erscheinungsbild verleiht, das sich harmonisch in die übrige Bepflanzung einfügt. Selbst unterschiedlich große Bruchstücke lassen sich noch sinnvoll unterbringen, etwa in einer Ecke, in der ohnehin nichts wächst und der Boden sonst nur offen liegen würde.